
Paartherapie
verstehen.berühren.verbinden.
„Das Geheimnis lebendiger Beziehung ist die Balance zwischen Nähe und Distanz. Sich mit Herz und Seele zu öffnen, doch tief verwurzelt in sich selbst, scheint das größte Geschenk in der Liebe…“
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Natalie Brucculeri

Paartherapie
Paare kommen aus den unterschiedlichsten Gründen in die Paartherapie. Manche spüren früh, dass ihr Miteinander in eine Richtung driftet, die sie nicht wollen, und möchten aktiv gegensteuern. Andere suchen Hilfe nach längeren Belastungen oder in akuten Krisen.
Hinter dem Schritt, eine Paartherapie zu beginnen, steckt oft mehr als ein einzelner Konflikt: Es ist der Wunsch, die Verbindung wieder zu spüren, einander wirklich zu verstehen – oder, wenn es nötig ist, einen respektvollen, liebevollen Abschied zu gestalten.
Oft spüren wir Verhärtung, die Beziehung steckt fest, Lösungen scheinen unmöglich und Kompromisse schwer - manchmal schwebt Trennung schon im Raum.



â—† ihr euch nicht mehr gehört fühlt oder eure Wünsche unausgesprochen bleiben
â—† eure Werte, Vorstellungen von Liebe oder Leben auseinanderliegen
â—† die Beziehung nicht auf Augenhöhe stattfindet – durch Kritik, Bevormundung oder fehlende Verantwortungsbereitschaft
â—† Verletzungen, Konflikte oder Unausgesprochenes eure Nähe blockieren
â—† ihr sexualisierte Unzufriedenheit, Vertrauenslücken oder wiederholte Enttäuschungen erlebt
â—† einer von euch sich unverstanden, nicht gesehen oder abgewertet fühlt
â—† eine Außenbeziehung oder Fremdgehen passiert ist
â—† ihr durch äußere Belastungen oder Schicksalsschläge an eure Grenzen stoßt
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In unserer gemeinsamen Arbeit schauen wir auf die Dynamiken, die sich eingeschlichen haben. Wir erkennen, was oft unbewusst die Verbindung verhindert, und wir öffnen einen Raum, in dem ihr euch wirklich begegnen könnt – ehrlich, respektvoll und ohne Schuldzuweisungen. Gemeinsam entwickelt ihr Wege, um wieder Hand in Hand zu gehen – oder einen liebevollen Abschied zu gestalten, wenn der richtige Schritt das Loslassen ist.
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An manchen Punkten ist es sehr wertvoll, Stunden auch alleine zu nutzen – um einem tiefen, eigenen Thema, das sich nur in der Beziehung gezeigt hat, intensiven Raum geben zu können.

dich selbst und deine eigenen Verletzungen zu verstehen
Verantwortung für deinen Anteil
in der Beziehung zu übernehmen
die Verletzungen und Bedürfnisse des anderen zu erkennen
deine Wünsche klar zu spüren und zu kommunizieren
dich in die Wünsche des Partners hineinzuversetzen
Enttäuschungen, Ängste und Ärger respektvoll auszudrücken
unlösbare Konflikte anzunehmen und ein gemeinsames Miteinander zu finden
Missverständnisse zu klären und Vorurteile abzubauen


"Ich kann nicht mehr“ kann manchmal das sein, was du sagen kannst… "Ich will nicht mehr“ das
Ehrlichste.
Mutigste
BAHAR YILMAZ


Oft leider einer von beiden stärker als der andere oder ist nicht mehr bereit, die Situation unverändert auszuhalten. Diese Erkenntnis ist mutig!
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Sprich zunächst deutlich aus, dass du so nicht weitermachen möchtest. So zeigst du deinem Partner/ deiner Partnerin, wie wichtig es ist, dass ihr gemeinsam handelt. Sollte er/ sie dennoch nicht bereit sein, an der Paartherapie teilzunehmen – meist aus Angst vor der eigenen Konfrontation, Schuldgefühlen oder Überforderung – ist es möglich, dass er/ sie alleine in meine Praxis kommt. In dieser Stunde haben Ängste, Zweifel und Vorbehalte Raum, und oft öffnet sich dadurch ein erster Funke Hoffnung und Vertrauen in die gemeinsame Arbeit.
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Manchmal ist selbst diese Bereitschaft noch nicht da – und das ist okay.
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Unterschätze jedoch nicht, welche Wirkung deine eigene Veränderung auf die Beziehung und auf deinen Partner oder deine Partnerin haben kann. Nutze deine Entschlossenheit, etwas zu verändern, und beginne ganz bei dir selbst. Wenn einer von euch den ersten Schritt macht, beginnt sich die Starre in der Beziehung zu lösen und neue Wege können plötzlich sichtbar werden.
Manchmal gehört es zum Leben, einen liebevollen Abschied zu finden.
Eine Trennung kann schmerzhaft sein, besonders wenn Konflikte, Verletzungen oder alte Wunden noch ungeklärt sind. Ohne einen bewussten Abschied tragen wir Groll und Schmerz weiter – in die Beziehung zu unseren Kindern, in neue Partnerschaften, in unser eigenes Herz.
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Eine Trennungsmediation hilft, die Verbindung respektvoll zu lösen. Wir schaffen Raum, um Konflikte zu klären, offene Fragen zu beantworten und einen Umgang zu finden, der würdig, achtsam und heilsam ist.
So könnt ihr euch mit Respekt und Frieden voneinander verabschieden – und die Erinnerung an das, was euch einst genährt hat und euch wachsen ließ, bewahren.
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Wenn Kinder oder andere gemeinsame Verpflichtungen bestehen, ergründen wir Wege, die Beziehung so zu gestalten, dass das Umfeld geschützt bleibt und die gemeinsame Verantwortung getragen wird - ohne zusätzlichen Schmerz.

